Wie war’s denn bei… den letzten 3 Lesungen und einem Häkelkurs?

Lange nichts gebloggt.

Somit hat sich auch ein bisschen was angesammelt, worüber ich erzählen kann. – Derzeit machen wir eine kleine Veranstaltungspause, aber in den letzten Wochen hatten wir noch drei interessante Lesungen. Den Anfang machte Andreas Gröhl, gebürtiger Bremerhavener, mit seinem Debütroman „Fukushimnobyl“. In seinem Spannungsroman beschreibt Herr Gröhl, wie die junge Ingenieurin Verena Maier kurz nach ihrer Einstellung im Kernkraftwerk Unterweser auf Ungereimtheiten stösst. Sie geht der Sache auf den Grund und begibt sich damit in Lebensgefahr… Trotz der Spannung und des ernsten Themas war die Stimmung bei der Lesung Herrn Gröhls sehr gut. Etwa die Hälfte des Publikums bestand aus Familie und Freunden, was dem Abend eine besonders persönliche Note gab.

Geschmackssachen - hochprozentig schreibverrückt - Coverbild

Es folgte die Lesung der „Schreibverrückten“, die nicht zum ersten Mal bei uns zu Gast waren. Dieses Mal trugen sie Texte aus ihrem aktuellen Geschichtenband „Geschmackssachen“ vor. Es ging, wie der Titel schon vermuten lässt, ausschließlich ums Essen und wir bekamen beim Zuhören ein wenig Hunger.

Zwei Tage später fand das „Kürbis- und Kartoffelfest“ im Stadtparkfest statt. Wir gaben einen Häkelkurs zur Herstellung von Mini-Kürbissen aus Baumwolle und fanden unser Publikum in drei älteren und drei jüngeren Damen. Zwei Stunden lang machte es riesigen Spaß, bis es zu regnen begann. Kurzerhand trugen wir Tisch und Stühle unter den nächsten Baum, wo wir auch nass wurden, aber nicht sooo nass und beendeten unsere Arbeit. Selbst die Mädchen blieben trotz Regens so lange, bis ihre Arbeit fertig war. Dann verkrümelten wir uns ins Warme.

Mit kurzer Vorlaufzeit eingeschoben hat uns die Autorin Irina André-Lang. Die gebürtige Deutsche ist vor vielen Jahren nach Südafrika ausgewandert, um Kinderärztin zu werden. Nach mehreren aufregenden Jahren als fliegende Ärztin, später als Ärztin in einem Krankenhaus, einem Beinahe-Flugzeugabsturz und einer überstandenen Krankheit wandte sie sich einem neuen Projekt zu: der Unterstützung zweier Schule in Lesotho, wo der Anteil an AIDS-Waisen sehr hoch ist. Es fehlte am Allernotwendigsten: Decken, Kleidung, Medikamente und Schulbedarf. Mit dem Verein „Yes we care“ e.V. konnten die größten Defizite bereits behoben werden. Frau André-Lang las aus ihrem Buch „Kap meiner Hoffnung“ und erzählte von ihrem spannenden Leben und der Arbeit für „Yes we care“. Übrigens: den Kalender des Förderprojektes für 2016 haben wir am Lager. Er kostet 5 Euro; der Erlös kommt zu 100% dem Projekt zu Gute.  – Wir bekamen eine mitreißende, anregende und nachdenklich machende Lesung mit Erzählteilen, Bildern über den Beamer und einer wunderbaren Autorin, die von uns aus gern noch die ganze Nacht hätte weitererzählen können.