Wie war’s denn bei… „The English Hour“?

Neulich war bei uns eine Premiere. Das erste Mal in der Geschichte unserer jungen Buchhandlung haben wir eine Lesung in einer fremden Sprache abgehalten: eine Idee unserer Freundin Martina Renken (bekannt aus den weihnachtlichen Chillout-Lesungen mit Jörg – jedes Jahr zu Weihnachten im Mausbuch). Passend dazu dekorierten wir sogar das Fenster entsprechend mit ausschließlich englischsprachigen Titeln, die meisten davon Neuerscheinungen. Dass die Veranstaltung allerdings auch noch mit dem Staatsbesuch der Queen in Deutschland zusammenfallen würde, hatten wir uns bei der Planung damals noch nicht ausgemalt. Aber wenn schon, denn schon.

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Nick Strauss, unser Muttersprachler unter den Vortragenden

Insgesamt waren wir vier Vortragende: Martina Renken trug sechs Shakespeare-Sonette vor, jeweils zuerst in modernes Englisch übertragen, dann in shakespearean English. Unser Mitarbeiter Alexander Fuss las den Beginn aus David Eggers‘ zeitkritischem Roman „The Circle“. Nick Strauss, von Haus aus Australier, machte uns mit „Refugee Boy“ von Benjamin Zepheniah bekannt, zumindest in Auszügen. Und ich las eineinhalb Kapitel aus Peter Littgers Buch „The devil lies in the detail“, in dem der Journalist uns über Tücken der englischen Sprache in höchst amüsanter Weise aufklärt.

Unser interessiertes Publikum stellte sogar die Zwischenfragen auf Englisch und beteiligte sich äußerst rege an der Veranstaltung, so dass wir den Abend sehr zufrieden abschließen konnten. Eine Lesung dieser Art werden wir auf jeden Fall wieder in unser Programm aufnehmen.

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Das interessierte Publikum der „English Hour“

Wie war’s denn bei… „Nur für Jungs“?

OLYMPUS DIGITAL CAMERAJungs lesen nicht? Glauben wir nicht! So haben wir getitelt und eingeladen zu einem Samstag Nachmittag voller Buchvorschläge für Jungen.

Fünfzehn Zuhörer (meist männlich) harrten durch eine ganze Stunde voller Buchtipps: 43 Bücher für Jungen im Alter von 6 bis 16 Jahren haben wir besprochen, kritisch in der Hand gewogen und betrachtet. Die meisten dieser Bücher waren erst in diesem Jahr erschienen und bewiesen mal wieder, dass ständig jede Menge toller Bücher erscheinen. So viele, dass man kaum Schritt halten kann und mit dem Lesen gar nicht nachkommt.

Wen die komplette Liste der vorgestellten Bücher interessiert, die findet man hier.

Wie war’s denn bei… der „Meine Kinderbuchhelden“-Tauschbörse bei Mausbuch

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAm Samstag, den 7.März riefen wir alle interessierten und tauschwütigen „Kinderbuchhelden“-Fans zu einer Tauschbörse zusammen.

Die Aktion „Meine Kinderbuchhelden“ war Mitte September vergangenen Jahres bundesweit gestartet. 16 Kinderbuchhelden verschiedener Verlage versammelten sich in einem Stickeralbum; die Alben konnten man im Buchhandel kostenlos bekommen, die Stickertüten für wenig Geld (40 Cent pro Tüte mit 5 Stickern) erstehen. Mit knapp 170 Stickern wäre das Album dann voll, wenn man das Glück hätte, alle Sticker zu erjagen. Für jeden, dem noch einige Sticker fehlten, riefen wir  – wie auch viele unserer Kollegen in ganz Deutschland – eben jene Gelegenheit ins Leben, mit doppelten Stickern und der Wunschliste zu uns zu kommen.

Schon vor offiziellem Beginn traf die erste Teilnehmerin ein und sicherte sich einen Platz am Tausch-Tisch. Schon bald nach Eintreffen weiterer Tauschgäste nahm die Stimmung am Tisch fast eine Pokeratmosphäre an. Zügig wurden erste Lücken geschlossen, schnell zehn oder mehr fehlende Nummern aus der Liste gestrichen. Neuankömmlinge wurden weiterhin willkommen geheißen, am Tisch wurde zusammengerückt und der Tauschprozeß durchorganisiert: „Geben Sie mal Ihre Liste her, das haben wir gleich. – Sind das deine doppelten?“ Kinder und Erwachsene hatten sichtlich Spaß und Erfolg bei der Tauschaktion, manch einer konnte große Lücken in der Sammlung schließen.

Die Aktion endet Ende des Monats März; eine neue Runde wird schon vom Organisator Börsenverein des Deutschen Buchhandels angedacht. Was daraus wird, bleibt immer noch abzuwarten. Wir halten auf dem Laufenden.

Trotz allem haben wir noch einmal Nachschub an Stickern geordert. In unserem firmeneigenen Album fehlen nämlich auch noch ein paar.

Wie war’s denn bei… der 3.Buchtauschparty bei Mausbuch?

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Mausbuchs dritte Buchtauschparty fand dieses Mal auf Wunsch der Teilnehmer im Februar statt – und wieder war es ein lustiger Abend mit vielen anregenden Gesprächen über Bücher.

Zehn Teilnehmer hatten sich eingefunden mit jeweils fünf Büchern, die einen neuen Besitzer finden sollten. Jeder Teilnehmer erzählte zunächst etwas über den abgelegten Lesestoff – so konnte jeder sich bereits ein Bild über das möglicherweise zu erbeutende Buch machen. So manch einer wurde schon etwas ungeduldig bei dieser Vorstellungsrunde.

Wir stellten wieder einmal fest, dass man von so manch einem gelesenen Buch den Inhalt bald vergessen hat, während andere Inhalte deutlich im Gedächtnis bleiben. Ganz unterschiedliche Bücher wurden auf den Tisch in der Mitte gelegt, viele Krimis und Romane, aber auch Kochbücher, Biographien und Tatsachenberichte. Was manch ein Teilnehmer aus dem Regal sortierte, erregte bei anderen großes Interesse. Als alle Teilnehmer ihre Bücher ein wenig vorgestellt hatten, wurde die Jagd eröffnet. In Sekunden waren die ersten Bücher an neue Besitzer gegangen, andere wurden erst ein wenig hin- und hergewogen, doch schließlich fanden (fast) alle neue Besitzer. Der eine oder andere Titel war sogar schon das zweite Mal auf der Buchtauschparty dabei.

Anschließend konnten wir uns dem kulinarischen Teil des Abends zuwenden. Bei dem naßkalten Nebelwetter draußen kam drinnen eine heiße Suppe gerade recht. Dabei ging der Gesprächsstoff nie aus: rund um Lesevorlieben und Buchinhalte wurde diskutiert, Lesetipps abgegeben und viel gelacht. Wir waren uns einig, dass man gelesene Bücher auch ohne Tauschparty im Bekanntenkreis weitergeben kann.

Aber mehr Spaß macht es so allemal.

Wie war’s denn bei… der Krimilesung „Mordsgrimm“ am 7.November 2014?

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr hatten wir Liliane Skalecki und Biggi Rist, zwei Bremer Krimiautorinnen, zu Gast. Im Januar hatten sie bei uns aus ihrem Krimi „Rotglut“ gelesen, nun stellten sie ihren erst im Juli erschienenen Band „Mordsgrimm“ vor.

Die beiden Autorinnen hatten sich vor Jahren beim Reiten kennen gelernt und bald auch ihre gemeinsame Vorliebe für Krimis entdeckt und den Wunsch, „mal ein Buch zu schreiben“.  Nach der Erstellung eines Plots teilten sie die Kapitel unter sich auf und begannen mit der Arbeit. Liliane Skalecki, von Haus aus Historikerin, kümmerte sich um den geschichtlichen Part ihres ersten Romans, „Schwanensterben“, Biggi Rist baute dem gemeinsam erschaffenen Kommissar Hölzle den schwäbischen Hintergrund. Wie ihn hat es auch Biggi Rist aus dem Schwabenland nach Bremen verschlagen. Korrigiert wird dann gemeinsam, wobei man, wie die Autorinnen betonen „es akzeptieren können muss, dass die andere im eigenen Text herumfuhrwerkt“. Diese Arbeitsweise hat sich als höchst erfolgreich herausgestellt, denn schon ihre erste Anfrage bei einem Verlag hatte sogleich Erfolg. Der Gmeiner Verlag, auf historische und regionale Krimis spezialisiert, hatte sofort zugeschlagen. Ein Glücksfall für beide Seiten.

Ein Glück auch für Buchhandlungen: die beiden Autorinnen schreiben nicht nur spannende, gut recherchierte Krimis, sie sind auch unterhaltsame und versierte Veranstaltungs-Leserinnen. Der Text für die Lesung ist gut ausgewählt, macht neugierig auf das Buch und verrät genug über die Romanfiguren und nie genug über den Fall. An der spannendsten Stelle, als man sich als Zuhörer gerade in den Fall eingehört hat, wird abgebrochen und schon ist eine gute Stunde herumgegangen, ohne dass man es gemerkt hätte.

Der dritte Roman der Autorinnen, „Mordsgrimm“, spielt in Bremen und Bremerhaven und nimmt Fahrt auf, als ein Märchenforscher unter höchst seltsamen Umständen tot aufgefunden wird. Doch dies ist nicht der einzige Mord, der Kommissar Hölzle umtreibt: wenig später geschieht ein zweiter. An den Tatorten werden kuriose Funde gemacht und ein Motiv drängt sich immer wieder auf, bis kein Zweifel mehr besteht: Esel, Hund, Katze und Hahn haben etwas mit den Morden zu tun…

Das Buch finden sie in unserer Buchhandlung oder in unserem Online-Shop. Nicht online, nur bei uns im Laden gibt es noch von den Autorinnen signierte Exemplare!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Foto: Liliane Skalecki (Bildmitte links) und Biggi Rist (Bildmitte rechts) im Gespräch mit der Nordsee-Zeitung.

 

 

Wie war’s denn bei… der „Leselust“, Kultur vor Ort, VHS-Veranstaltung 17.Oktober 2014

In jedem Jahr darf ich im Oktober eine für mich besonders schöne Veranstaltung für die Volkshochschule Bremerhaven durchführen: „Leselust – Kultur vor Ort“. Zum zweiten Mal fand diese Veranstaltung nun bereits im Quartier der Bürger 188 statt. Jedes Jahr kurz nach der Buchmesse in Frankfurt präsentiere ich hier Neuerscheinungen des Herbstes, die mir ganz besonders gefallen haben. 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wohnten dieser Veranstaltung bei und lauschten 13 Buchbesprechungen. Bei dem einen oder anderen Titel entspann sich sogar eine Diskussion dabei; so war zum Beispiel Dave Eggers neuer Roman „Der Circle“ Anlaß zum Meinungsaustausch.

Die Liste der besprochenen Titel in diesem Jahr:

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Die Saison der Taschenlampenlesungen beginnt wieder!

Mit der dunklen Jahreszeit beginnt wieder unsere Saison der Taschenlampenlesungen. Wie jedes Jahr lesen wir jeweils am letzten Freitag der Monate Oktober, November, Januar und Februar aus einem gruseligen Buch vor – in der dunklen Buchhandlung, nur erhellt von einigen Teelichtern, damit die Atmosphäre so richtig schaurig wird.

Mit freundlicher Genehmigung der Verlage dürfen wir im Oktober aus „Der unsichtbare Wink und die Kürbisse des Grauens“ und im November aus „Scary Harry“ lesen – bei beiden handelt es sich um Kinderbücher, doch Erwachsene sind ebenso herzlich eingeladen, zuzuhören. Für die Monate Januar und Februar haben wir uns noch nicht auf einen Text festgelegt. Im Februar dürfen wir im Saal „storms söben“ der theo zu Gast sein – sicherlich die stimmungsvollste Location, die wir für eine Taschenlampenlesung je hatten.

Los geht es jeweils um 19 Uhr – da wir nur über eine begrenzte Anzahl von Plätzen verfügen, bitten wir bei Interesse um Anmeldung.

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