Dank an unsere Kunden

Ihr seid unglaublich und betreibt liebevollen Telefonterror mit uns! Oder ruft einfach mal an oder schreibt mails, um zu fragen, wie es uns geht.

Wie geht es uns? Wir schwanken minütlich zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Wir arbeiten mehr als zuvor, telefonieren viel und sind gleichzeitig den ganzen Tag in der Nachrichtenlage unterwegs. Der Kontakt zum Dachverband steht und ist bilateral. Wir tauschen Informationen mit anderen betroffenen Unternehmen aus und niemand von uns versteht, was gerade mit uns passiert. Ich muss um einen Kredit bangen, den ich vielleicht, vielleicht aufnehmen darf, um mich aus einer staatsverschuldeten Lage zu befreien? Und wenn, wenn ich den bekomme, zahle ich den ab, bis ich… wie alt bin?

Denken Sie bitte nicht, ich nähme die virologische Lage nicht ernst. Ich verstehe eine Epidemie. Als Ebola 2015 nach Europa kam, habe ich mir Sorgen gemacht. Ebola ist ein fiese Geschichte. Hat aber sonst kaum jemanden interessiert. Aber jetzt sehe ich in den Medien immer nur dieselben Experten und nie Kritik. Nie. Und nie einen Erkrankten. Nur videodrehendes Krankenhauspersonal. Wir kämpfen um das nackte Überleben unserer Existenz, aber schön, dass andere noch Zeit haben, Videos zu drehen.

Entschuldigen Sie bitte meine Panik. Es geht hier wirklich um alles. Und ich habe es nicht verschuldet, keiner von uns Unternehmern. Aber ich muss es ausbaden. Wenn jetzt noch schärfere Maßnahmen kommen, sind wir dran.

Ich habe kein Fieber. Ich koche vor Wut.

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Wir haben zwangsverordnet geschlossen, aber wir sind erreichbar. Telefonisch, per mail, unser Onlineshop läuft. Möchten Sie etwas bestellen – rufen Sie uns an. Halten Sie uns bitte die Treue. Denen, die es im Moment bereits tun, danken wir ausdrücklich. Wir sind jeden Tag zu Tränen gerührt.

Love U, love my blog

Seltsam einseitige mediale Berichterstattung sehe und höre ich im Moment. Wir haben alles im Griff, wussten Sie das schon?

Ach so.

50% der Deutschen haben Angst vor einer Ansteckung. No shit, Sherlock. Woher das wohl kommt? Ich habe auch Angst. Vor Straßenbahnen, zum Beispiel; alte, unbegründete Kinderangst. Obwohl, so unbegründet ist die vielleicht gar nicht. Fragen Sie Frida Kahlo. Leihen Sie sich doch ein Buch in der Stadtbibliothek. Hahahaha. Gruß an die Exen. Haltet die Ohren steif.

An unsere Kunden da draußen: wir sind noch da. An unsere Kritiker da draußen: noch sind wir da. Telefonisch, mit dem Online-Shop, per mail, im Blog. Endlich zahlt sich dieser kackbratz Blog mal aus, den ich solange immer nur bezahlt und sträflich vernachlässigt habe.

Und ja, ich darf fluchen. Noch darf man das. Ist ja mein Blog. Obwohl die Frage, ob katzbratz jetzt ein Adjektiv oder ein Adverb ist oder nichts von beidem, wahrscheinlich ein Problem von davor ist. Blumenerde ist ja momentan auch wichtiger, als Bücher es sind.