Was bisher geschah

Wir haben noch gar nicht erzählt, was aus dem Deutschen Buchhandlungspreis geworden ist.

Nachdem die Nominierung unserer Firma sogar als DPA-Meldung in die Tagespresse kam, gab es viele Glückwünsche von Kunden, Verlagen, der Politik und Geschäftskontakten, die uns alle sehr gefreut haben. Die Nominierung zum Deutschen Buchhandlungspreis bedeutet ja bereits eine Dotierung. Am Abend der Preisverleihung erfährt man erst unter 118 Kollegen, ob man in der geringsten Preisstufe (hervorragende Buchhandlung) oder einer der beiden höheren Kategorien-die dann auch höher dotiert sind – landet.

Abgesehen von der Aufmerksamkeit – und dem Geld – ist es nicht zuletzt eine Anerkennung der Leistung der vergangenen arbeitsreichen Jahre in unserer Buchhandlung, die so honoriert wird. Und um die Spannung nicht künstlich in die Höhe zu treiben: es ist bei der geringsten Preiskategorie geblieben, aber wir sind glücklich. Als eine von nur drei Buchhandlungen aus dem Bundesland Bremen – und Bremerhavens erster – dürfen wir uns nun ein Gütesigel ins Schaufenster kleben.

Der Abend der Preisverleihung war sehr, sehr schön. Wir waren nach Kassel geladen – mit Anwesenheitspflicht! Die von der Jury des Deutschen Buchhandlungspreises und Staatskulturministerin Monika Grütters durchgeführte Zeremonie war ein gutes Mittel zwischen Feierlichkeit und Gelassenheit. Viele Kollegen zu treffen, war für uns besonders schön – kommt man doch selten aus seinem Turf heraus. Und alle hatten etwas zu feiern – große oder kleine Preise.

Und nun geht sie wieder los, die Bewerbungsfrist; zum fünften Mal wird der Deutsche Buchhandlungspreis verliehen. Wie in den vergangenen Jahren werden wir uns auch in diesem Jahr wieder bewerben, denn wir haben viel getan: Leseförderung, Veranstaltungen, literarischer Sortimentsaufbau, Welttag des Buches. Doch ich merke schon bei den ersten Seiten, die auszufüllen sind, die etwas größere Gelassenheit. Wir haben nun bereits einmal gewonnen – wir sind bereits einmal erhört worden. In den ersten Jahren, in denen wir uns beworben hatten, aber nie nominiert wurden, wuchs der Frust. Aber natürlich gibt es viele inhabergeführte Kollegen, die preiswürdig sind. Und nicht alle können gewinnen. Aber alle hätten’s verdient.